Unser Blättchen, Reinhardshagen Ausgabe vom 10.04
.2003


Hessenliga ade - wir kommen wieder!

2. Herren schaffen Aufstieg in Bezirksoberliga


1. Herren (Hessenliga)
Veckerhagen - TSV Heiligenrode 5:9
2. Herren (Bezirksliga)
Eintracht Baunatal - Veckerhagen 7:9
3. Herren (Kreisliga)
Veckerhagen - Schöneberg 9:7
2. Schüler (Kreisliga)
Veckerhagen - Ihringshausen 5:5

1. Herren

Uwe Lotze findet immer mehr zur seiner alten Form zurückNach dem Sieg des TTV Eschwege über Besse am Vortag war der erneute Abstieg des VfL Veckerhagen in die Verbandsliga besiegelt. Das Heimspiel gegen Heiligenrode war somit bedeutungslos geworden. Dennoch wollte man sich würdig und, wenn möglich, mit einem Punktgewinn von den eigenen Fans verabschieden.
Die Partie wurde zu einem Spiegelbild dieser Rückserie: Magnus Rockel sagte kurzfristig aus fadenscheinigen Gründen ab. Mit seiner Verpflichtung ist der VfL wirklich auf den Bauch gefallen. Sein zweifellos vorhandenes Talent steht in keinem Verhältnis zu seinen sonstigen Qualitäten und er ist hiermit herzlich eingeladen, einen neuen Verein zu suchen, wenn er denn einen findet.
Thomas Reum und Martin Roggenthien ersetzten Magnus und Nicki Credner. Beim Blick über den Spielberichtsbogen lässt einen den Kopf schütteln: Es wäre sogar eine 7:0-Führung möglich gewesen, doch stattdessen führte der Gast zu diesem Zeitpunkt mit 4:3. Deutlichen Erfolgen von Wiegmann/Koch über Blumhardt/Hintsche, Uwe Lotze über Blumhardt und André Schmidt-Hosse über Rosenagel stehen hauchdünne und vermeidbare Niederlagen der Doppel Lotze/Schmidt-Hosse und Reum/Roggenthien sowie der Einzelspieler Alexander Wiegmann und Michael Koch gegenüber. Es steckt einfach der Wurm drin. Die sehr gut kämpfenden Ersatzspieler Thomas Reum, am Vortag noch Matchwinner für die Zweite, und Martin Roggenthien verloren jeweils in vier Sätzen.

Im Anschluss siegte der bärenstarke Uwe Lotze knapp über Sven Hintsche, während Alexander und André ihren Gegenüber unterlagen. Michael Koch brachte den VfL mit seinem Erfolg über den Abwehrer Rosennagel noch einmal heran, doch unser Abwehrkünstler Thomas vergaß in seinem Spiel gegen Rohrbach schlicht und ergreifend, den Sack zuzumachen und unterlag im 5. Satz.
Diese Niederlage war genauso überflüssig wie der gesamte Abstieg aus der Hessenliga. Nach einer rasanten Hinserie mit Rang fünf folgten Pleiten, Pech und Pannen, mit denen man ein Buch füllen könnte.
Dennoch ist das Kapitel Hessenliga in Veckerhagen noch nicht abgeschlossen und man wird in den kommenden Wochen daran arbeiten, ein gutes Verbandsligateam zusammenzustellen, das wieder vorne mitspielen kann.


2.Herren

Wurde fast zum tragischen Held: Kolja FreyKontrastprogramm bei der 2.Mannschaft, die am vergangenen Samstag in einer an Dramatik nicht zu überbietenden Partie bei Eintracht Baunatal Meisterschaft und Aufstieg in die Bezirksoberliga perfekt machte. Am Ende lagen sich Spieler, Freundinnen und Zuschauer in den Armen und die eine oder andere Freudenträne machte die riesige Anspannung, die sich in den letzten Tagen und Stunden aufgebaut hatte, deutlich.
Die Ausgangslage war klar: Ein Sieg musste her um den minimalen Vorsprung gegenüber den in den letzten Wochen bärenstarken Hofgeismarern ins Ziel zu retten.
Mit der auf Rang drei rangierenden Baunataler Eintracht wartete jedoch ein sehr starker Gegner, der keinesfalls gewillt war, Geschenke zu verteilen, zumal der verhinderte, an Position sechs aufgestellte Nachwuchsspieler der Gastgeber, im Normalfall Punktelieferant für den Gegner, durch den wesentlich besseren, früheren Verbandsligaspieler von Bose ersetzt wurde.
Die Baunataler hätten auch nicht motivierter aufgespielt, wenn es um ihren eigenen Aufstieg gegangen wäre. Ein zweifellos sportliches Verhalten, das die in der Halle anwesenden Hofgeismarer Spieler wohlwollend zur Kenntnis nahmen.
Allerdings wurde die Atmosphäre nach zwei Stunden Spielzeit sehr hitzig, als verschiedene unschöne Dinge vorkamen, die nichts in unserem schönen Sport zu suchen haben.
Zwei Veckerhäger Spielern grundlos das Warmspielen im ,zuvor genutzten, seperaten Nebenraum des Spiellokals zu verweigern ist ebenso kindisch und dumm wie einem unserer Akteure permanent die Entschuldigung bei Netz- und Kantenbällen zu verweigern.
Gleiches gilt jedoch auch für die folgenden Verbalattacken von Seiten des VfL an diesen bewussten Spieler der Gastgeber, für die man sich im Nachhinein entschuldigen muss.
Bleibt zu hoffen, dass es die Gegenseite genauso sieht.
Doch nun zum sportlichen Teil, denn der hatte es in sich. Nach 0:2 einleitenden Doppeln mit schlotternden Knien und Gedanken an die vorangegangene Pleite in Hofgeismar steuerte das dritte Doppel Reuber/Frey Gott sei Dank gegen und brachte den VfL heran. Thomas Reum ließ dem unkonventionell mit Noppen in Vorhand agierenden Mihr keine Chance und Jörg Vater bezwang die Nr.1 der Gastgeber, Tonn, mit zwei spektakulären Blockbällen am Schluss denkbar knapp und im Nachhinein vielleicht spielentscheidend mit 3:2 Sätzen.
Iradj Kaiabakht besiegte den starken Fuchs recht sicher, während Wolfgang Reuber die Aufschläge des Linkshänders Schneider nie in den Griff bekam. Kolja Frey fand kein Mittel gegen von Bose, doch Marcel Häfner behielt gegen Talmon im 5.Satz die Nerven.

Matchwinner in Baunatal: Thomas Reum und Iradj KaiabakhtMit 5:4 ging Veckerhagen in die zweite Runde am Spitzenpaarkreuz, die vorentscheidend hätte sein können, doch Jörg konnte nicht von Thomas´ guter Vorarbeit gegen Tonn profitieren und unterlag Mihr bereits zum dritten Mal binnen Jahresfrist.
Es ging mörderisch spannend weiter und alle Beteiligten machten ein Wechselbad der Gefühle durch. Iradj führte gegen Schneider bereits mit 2:0 Sätzen und 8:5, bevor er einbrach und erst im letzten Moment das Ruder herumreißen konnte. Leider unterlag der noch unter den Nachwirkungen seiner Knieoperation leidende Wolfgang gegen Fuchs im Entscheidungssatz.
Da Marcel mit seinem deutlichen Erfolg über von Bose seine Wandlung zum Leistungsträger untermauerte, konnte Kolja nunmehr alles klarmachen. Gegen den starken Talmon entschärfte er selbst gefährlichste Topspins und griff immer wieder selbst erfolgreich an. Kein Wunder, dass er beim Stand von 10:8 im vierten Satz zwei Matchbälle hatte, diese jedoch genauso vergab wie eine 6:0-Führung im fünften Satz.
Nach seiner Niederlage hockte er in der Ecke wie das sprichwörtliche Häuflein Elend und der gesamte Tross von der Weser wollte es ihm gleichtun, als beim Schlußdoppel bei Thomas und Iradj gegen Fuchs/Schneider gar nichts zusammenlief und die Hofgeismarer Kollegen in Gedanken beim 0:2-Zwischenstand schon bei ihrer Meisterfeier waren.
Doch die beiden rissen sich am Riemen, wurden offensiver und provozierten Fehler beim Gegner. Sie entschieden die folgenden drei Sätze für sich und als der letzte Ball zum 11:7 einschlug, brachen alle Dämme.

Eine großartige spielerische und nervliche Leistung des Aufsteigers (!), der in seiner ersten Bezirksligasaison kaum mit diesem Resultat rechnen durfte.
Es wird eine ebenso reizvolle wie sportlich nicht wirklich aussichtsreiche Saison in der Bezirksoberliga folgen, die mit zahlreichen Fahrten ins Waldecksche und ins Marburger Hinterland garniert sein wird, auf die sich aber schon heute alle freuen!

3.Herren

Pascal, Olaf und Rolf freuen sich über ihren ErfolgAuch der Dritten gelang ein würdiger Abschluss einer sehr guten Saison. Nach dem knappen, aber verdienten 9:7 über den TTC Schöneberg rangiert die Mannschaft auf einem sehr guten vierten Rang und kann auf 31:13 Zähler stolz sein.
Zwischenzeitlich hatte es ja sogar nach Aufstiegsmöglichkeiten ausgesehen, doch letztendlich ist man sicherlich in der Kreisliga sehr gut aufgehoben.

Das zweimal siegreiche Doppel Wilhelmy/Eichhorn sicherte den Sieg über Schöneberg, zu dem auch Rolf Summa (2), Uwe Wilhelmy, Christian Eichhorn, Robert Wrobel, Pascal Drubel und das Doppel Drubel/Bachmann beitrugen.

2.Schüler

Unsere Schüler verkauften sich gegen Ihringshausen unter Wert, was vor allem auf die durch nicht auskurierte Grippe schwache Vorstellung der beiden besten Spieler Terence Thias und Jonas Drubel zurückzuführen sein dürfte.
Nach locker gewonnenem Eingangsdoppel gewann nur Jonas einmal, so dass sie sich bei den toll kämpfenden Lea Rettberg und Andreas Meyer bedanken durften, dass es wenigstens zu einem Unentschieden reichte.

 

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Redaktion und Berichterstattung - VfL Veckerhagen- ã Uwe Lotze - ã Jörg Vater -  letzte Bearbeitung: 08.04.2003