Unser Blättchen, Reinhardshagen Ausgabe vom 19.12
.2003


Rückblick auf die Hinserie 2003/2004

1.Herren (Verbandsliga)

Malte Bartels: Zuverlässig wie ein UhrwerkDer Blick auf die vergangenen neun Partien fällt zwiespältig aus. Auf der einen Seite belegt die Erste mit 12:6 Punkten hauchdünn vor dem TTV Stadtallendorf den ersten Platz der Verbandsliga Nord, der zum Aufstieg in die Hessenliga berechtigen würde.

Andererseits ärgert man sich im Rückblick über verschenkte Zähler in den letzten Hinrundenspielen, als etwa gegen Ederbergland eine 7:4-Führung nicht ausreichte oder beim ESV Jahn Kassel alle vier Doppel verloren gingen.
Auch die personelle Situation gibt zu denken. Die beiden Youngster Alexander Wiegmann und Nicki Credner geben ihrem Studium Vorrang und standen nur unregelmäßig, und wenn, dann meist ohne die nötige Form zur Verfügung.

Die Folge waren Ersatzgestellungen aus der 2.Mannschaft und ständig wechselnde Doppelvarianten. Stichwort Doppel: Kein anderes Team verfügt über so schlecht harmonierende Paarungen wie Veckerhagen, selbst die beste Kombination Lotze/Bartels erfüllt nicht wirklich hohe Ansprüche.

Doch es gibt auch Positives zu vermelden: Uwe Lotze erlebt seinen x-ten Frühling und spielte, vor allem in den letzten Wochen, groß auf. Mit 13:5 Spielen ist der 41-jährige drittbester Spieler im vorderen Paarkreuz, hinter den Altmeistern Fafek und Becker aus Stadtallendorf bzw. Ockershausen.

Apropos Fafek und Becker: Die beiden dürften nach wie vor von Alpträumen geplagt werden, wenn sie an ihr Spiel gegen Michael Koch zurückdenken. Dieser wuchs gegen die beiden über sich hinaus und feierte sensationelle Siege, brachte dem Tschechen Fafek die bisher einzige Niederlage bei. Auch insgesamt wusste Michael mit 11:7 Siegen zu überzeugen.
In der Mitte überragte Malte Bartels mit 15:3 Siegen als Klassenbester. André Schmidt-Hosse wusste sowohl in der Mitte, als auch im hinteren Paarkreuz zu überzeugen. Insgesamt erreichte er 13:3 Spiele.

Das Meisterschaftsrennen in der Verbandsliga Nord ist spannend wie nie. Den Tabellenersten trennen vom Letzten gerade einmal sechs (!) Zähler und neben Stadtallendorf sind auch Ockershausen und Ederbergland als echte Titelanwärter zu betrachten.

Es wird in der Ende Januar beginnenden Rückserie vor allem darauf ankommen, möglichst immer mit der bestmöglichen Mannschaft antreten zu können, dann liegt der dritte Aufstieg in die Hessenliga nach wie vor im Bereich des möglichen.


2.Herren (Bezirksoberliga)

Martin Roggenthien: Steht vor großen Aufgaben in der RückseriDer Meister der Bezirksliga Kassel kann mit 7:15 Zählern und Nichtabstiegsplatz Zehn in der Bezirksoberliga durchaus zufrieden sein. Der Sprung in diese Klasse mit einigen, traditionell starken, Marburger Mannschaften ist sehr groß und unsere Zweite hat ein, für "Reservemannschaften" typisches, Problem: das Fehlen echter Spitzenspieler.

Thomas Reum und Marcel Häfner hielten zwar in aller Regel gut mit den Topleuten der Liga mit, gewannen jedoch am Ende nur je drei Einzel. Ob es Jörg Vater und Martin Roggenthien als neuem Spitzenpaarkreuz bald besser ergehen wird, ist fraglich....

Martin und Jörg schafften es mit 12:3 Siegen hinten bzw. 12:5 Siegen in der Mitte in die Bestenliste. Eine Klasseleistung, wenn man bedenkt, dass der Eine (Martin) mal eben drei Klassen höher spielt als zuletzt und der Andere (Jörg) sich mit diversen Wehwehchen herumplagen musste. Auch das Doppel Reum/Vater bewies oft Nervenstärke, bezwang einige Spitzendoppel und kam am Ende auf nicht erwartete 10:4 Spiele.

Iradj Kaiabakht hat sich ganz fest eine erfolgreichere Serie vorgenommen und Kolja Frey steigerte sich im Laufe der letzten Wochen kontinuierlich, so dass man in der Aufstellung Vater - Roggenthien - Häfner - Reum - Reuber (dürfte vor allem in der Ersten zum Einsatz kommen) - Kaiabakht - Frey gut gerüstet in die zweite Saisonhälfte gehen sollte.

Der Klassenerhalt in der BOL wäre eine noch höher zu bewertenden Leistung als die letztjährige Meisterschaft!


3. Herren (Kreisliga)

Jan Gerhold und Uwe Wilhelmy: Garanten des ErfolgesDie dritte Mannschaft kann mit 14:8 Zählern und Platz 5 auf ein erfolgreiches Halbjahr in der Kreisliga Hofgeismar zurückblicken.
Garant dafür war in erster Linie Uwe Wilhelmy, der zur Zeit so richtig Spaß an seinem Sport hat und eine unglaubliche Serie hingelegt hat. Er weist eine Bilanz von 21:1 Einzeln (!) auf und ärgert sich immer noch über die eine Niederlage gegen den Schöneberger Oderwald. Auch das Doppel mit Christian Eichhorn funktionierte recht gut. Uwe zeichnet sicherlich für einen Großteil der 14 Punkte verantwortlich.

Der zweite große Lichtblick heißt Jan Gerhold. Der 16-jährige schaffte den Sprung aus der Jugend in die Kreisliga ohne größere Probleme und kommt als zweitbester Spieler im hinteren Paarkreuz auf 10:5 Siege. Genauso gut kommt bei seinen Kameraden seine bescheidene und sympathische Art an. Jan könnte in den nächsten Jahren eine wichtige Rolle im Verein spielen.
Bei Christian Eichhorn und die Routiniers Rolf Summa und Robert Wrobel wechselten Licht und Schatten. Meist war auf sie jedoch ebenso Verlass wie auf die wechselweise eingesetzten Ersatzspieler aus der dritten Mannschaft, allen voran Klaus Vater.


4.Herren (2.Kreisklasse)

Tobias Meyer: Gute erste Halbserie bei den HerrenKlaus Vater war auch Motor der Installierung einer vierten Mannschaft in der zweiten Kreisklasse. Zunächst aufgrund der relativ dünnen Personaldecke misstrauisch beäugt, zog er unbeirrt im Hintergrund die Fäden und brachte das Projekt auf dem Weg.

Die Zwischenbilanz fällt positiv aus. Spieler wie Daniel Summa, Pascal Drubel oder Olaf Bachmann kommen nunmehr, im Gegensatz zum Vorjahr, regelmäßig zum Zug und man liegt mit Rang drei bei 15:5 Zählern durchaus in Reichweite des angestrebten Aufstiegs. Tabellenführer Westuffeln zieht einsam seine Kreise, aber Lamerden auf dem zum Aufstieg berechtigenden zweiten Rang steht nur einen Punkt besser da.

Klaus ist nebenbei auch noch mit Abstand der beste Spieler der Klasse und erreichte eine Bilanz von 19:0 Siegen. Mannschaftssenior Günther Hupka spielte kam auf respektable 9:8 Spiele, Pascal und Daniel spielten sich mit guten Bilanzen in die Bestenliste ihrer Paarkreuze. Olaf befindet sich nach schwachem Start auf dem aufsteigenden Ast und die Integration des 15-jährigen Tobias Meyer gelang recht gut.

Tobi kam im hinteren Paarkreuz trotz einiger "krummer" Gegner auf ein ausgeglichenes Spielverhältnis und es macht ihm offensichtlich eine Menge Spaß.

Also: Daumen drücken für den Aufstieg in die 1. Kreisklasse!


1.Schüler (Kreisoberliga)

Die Abschlussbilanz liegt leider noch nicht vor, doch fest steht, dass die VfL-Schüler als Herbstmeister in die Rückserie gehen. Leider bekam ihre "weiße Weste" im letzten Spiel gegen Vellmar Flecken, als man ohne den verletzten Patrick Rother zu dritt antreten musste.

Patrick hat leider Probleme im muskulären Bereich, wusste jedoch ansonsten mit guten Leistungen zu überzeugen. Auch Terence Thias, Jonas Drubel und der im hinteren Paarkreuz ungeschlagene Mitja Gläser zeigten insgesamt gute Leistungen, zumindest im Einzel, weniger im Doppel.

Wünschenswert wäre, dass alle vier verstehen würden, dass sie im Training ein wenig mehr Gas geben müssen um ein höheres Leistungsniveau zu erreichen und eventuell in der kommenden Serie zu Jan und Tobias in den Herrenbereich aufzurücken .


2.Schüler (1.Kreisklasse)

Unsere Jüngsten belegen einen respektablen 7.Rang in der 2.Kreisklasse und verfehlten nur knapp ein ausgeglichenes Punktekonto. Es gelang, mit Sascha Rother und Tarik Ashry zwei neue Spieler einzubauen, die beide ein positives Spielverhältnis erzielten.

Lea Rettberg überzeugte wie immer mit unermüdlichem Kampfgeist, Andreas Gerke wäre in entscheidenden Situationen manchmal ein wenig mehr Selbstvertrauen zu wünschen, aber das kommt mit ein paar Siegen in der Rückserie von ganz alleine.

 

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Redaktion und Berichterstattung - VfL Veckerhagen- ã Uwe Lotze - ã Jörg Vater -  letzte Bearbeitung: 14.12.2003