Unser Blättchen, Reinhardshagen Ausgabe vom 09.09.2005


VfL bringt den großen Favoriten Gönnern ins Wanken

Uwe Lotze und Marcel Häfner überragend

1.Herren (Verbandsliga Nord)

VfL – TTV RE-BAU Gönnern 6:9

Der Saisonauftakt 2005/2006 verlief trotz der knappen 6:9-Niederlage spektakulär und absolut erfreulich. Die, trotz Kaiserwetter und Länderspiel, zahlreich erschienenen Zuschauer mussten ihr Kommen nicht bereuen, denn sie sahen ein Klassespiel. 1. Herren Der krönende Abschluss, ein Punktgewinn gegen den, neben der Homberger TS, großen Meisterschaftsfavoriten aus Gönnern, blieb den Männern um Uwe Lotze leider versagt.

Die Gäste, in deren erster Mannschaft die beiden Tischtennisidole Timo Boll und Jörg Rosskopf spielen, waren erwartungsgemäß ohne den in erster Linie für die Bundesligamannschaft vorgesehenen Taiwanesen Wu Chi-Ci angereist, stellen aber trotzdem ein Klasseteam, angeführt vom Norweger Öyvind Aas und Sven Hollitzer, die beide früher in 2.Bundesliga und Regionalliga aktiv waren.
Der Beginn der Partie verlief reichlich nervös, das neuformierte Doppel Lotze/Fischer harmonierte überhaupt nicht und Häfner/Roggenthien standen erwartungsgemäß gegen Hollitzer/Jost auf verlorenem Posten. Auch bei Thomas Reum und Jörg Vater lief es zunächst gar nicht, doch sie glichen einen 0:2-Satzrückstand aus um schließlich denkbar knapp gegen Schmidt/Franz zu unterliegen. Doch dies war das Startsignal für eine furiose Aufholjagd. Uwe Lotze – wieder ganz der Alte!Uwe Lotze leistete nach einem halben Jahr Wettkampfpause und vier Trainingseinheiten Famoses und bezwang den gewiss nicht schwachen Hollitzer in fünf hart umkämpften Sätzen. Die anschließenden Ovationen des Publikums hatte er sich redlich verdient. Frank Fischer war in seinem ersten Auftritt im VfL-Dress die Nervosität deutlich anzumerken. Der Bewegungsablauf war deutlich weniger geschmeidig als im Training und er blieb gegen Aas letztlich ohne Chance. Marcel Häfner steckte zwar ein einwöchiger Tischtennislehrgang in den Knochen, doch er erwischte einen Zuckertag. Er spielte und kämpfte hervorragend und wies Franz mit 3:1 in die Schranken. Das Gleiche gelang Jörg Vater gegen Schmidt. Der „Trainer“ tat am Vorabend seines 39. Geburtstages genau das, was das Publikum von ihm erwartet – er kämpfte von Anfang bis Ende und wurde in diesem Falle dafür belohnt.

Als dann auch Thomas Reum in fünf Sätzen über Märte triumphierte, war der Ausgleich zum 4:4 perfekt. Martin Roggenthien blieb gegen Altmeister Jost erwartungsgemäß chancenlos, doch Uwe Lotze setze in seinem zweiten Einzel noch einen drauf. Der sympathische Norweger Aas schien allerdings von vornherein nicht an einen Sieg zu glauben, zu oft war er Uwe in der Vergangenheit bereits unterlegen. Frank unterlag im Anschluß gegen Hollitzer und war hörbar unzufrieden mit seiner Leistung, er wurde seine Verkrampfung bis zum Ende einfach nicht los.

Marcel Häfner erwischte einen ZuckertagMarcel spielte sich gegen Schmidt zeitweise in einen Spielrausch, problemlos glich er zum 6:6 aus.
Die Partie Vater gegen Franz wurde zu einem Schlüsselspiel. Die Gäste hatten wohl auch nicht wirklich mit so starker Gegenwehr gerechnet und wurden langsam nervös. Jörg lieferte sich einen tollen Fight mit Klasse-Ballwechseln, zog jedoch im fünften Satz den Kürzeren.
Thomas´ Abwehrspiel wurde von Linkshänder Jost meisterhaft zerpflückt und da Martin nach gewonnenem ersten Satz gegen Märte unterlag, konnte Gönnern aufatmen, man hatte sich mit 9:6 ins Ziel gerettet.

Am Ende waren jedoch alle Gewinner. Die Zuschauer hatten eine mitreißende Partie gesehen und die VfL-Spieler können mit Selbstvertrauen in die nächsten Heimspiele gegen Stadtallendorf und Wenigenhasungen am 24. und 25. September gehen.


           

VfL Veckerhagen- ã Uwe Lotze - ã Jörg Vater -  letzte Bearbeitung: 05.09.2005