Unser Blättchen, Reinhardshagen Ausgabe vom 26.01.2007


Personell gebeutelte 2.Herren nur remis gegen Tabellenletzten
3.Herren festigen Tabellenführung in Hofgeismar
TT International Teil 1: Patrick Henn bei den Eidgenossen

2. Herren (Bezirksliga)
VfL II - TSV Vellmar / 8:8

So hatte sich die noch in Lauerstellung liegende zweite Mannschaft den Start ins Jahr 2007 nicht vorgestellt: Das Fehlen der beruflich verhinderten Thomas Reum und Uwe Wilhelmy wäre gegen den Tabellenletzten Vellmar ja gerade noch zu verkraften gewesen, aber die kurzfristige Absage von Sebastian Schütz war nicht zu kompensieren. Klaus Vater spielte ohnehin Ersatz, aber ein zweiter Ersatzmann war in der Kürze der Zeit nicht zu bekommen. Da Klaus an diesem Tage chancenlos war, stemmten sich vier VfL´er gegen die drohende Niederlage, und das mit Erfolg. Kolja Frey und Iradj Kaiabakht kämpften grandios und hielten das Doppel Weindel/Erny in fünf engen Sätzen nieder.
Auch zuvor muss man allen Spielern eine gute Leistung attestieren. Martin Roggenthien und der stark aufspielende Lukas Friedrich punkteten doppelt, Kolja und Iradj steuerten je einen Einzelpunkt und zusammen zwei Doppelpunkte bei.

Ende gut, (fast) alles gut, möchte man resümieren. Trotzdem gibt es mannschaftsintern sicherlich einiges zu bereden, denn es gibt bestimmte Regeln, an die sich alle Spieler halten sollen. Ansonsten funktioniert kein Mannschaftssport.

Punkte: Roggenthien, Friedrich (je 2), Frey, Kaiabakht (je 1) und 2 x im Doppel

Lukas Friedrich hatte erheblichen Anteil am Teilerfolg
Iradj Kaiabakht hatte gut lachen!
Lukas Friedrich hatte erheblichen Anteil am Teilerfolg
Iradj Kaiabakht hatte gut lachen!

3. Herren (1.Kreisklasse)
Hofgeismar IV - VfL / 4:9

Mit der vierten Vertretung des TTC Hofgeismar wurde ein dicker Brocken auf dem Weg zur Meisterschaft aus dem Wege geräumt. Der Tabellen-Vierte wehrte sich nach Kräften und hätte nach den Doppeln durchaus mit 3:0 führen können. Iradj Kaiabakht/Klaus Vater sowie Robert Wrobel/Mathias Fiedler konnten das Blatt erst im letzten Moment zu Gunsten des VfL wenden. Nun war vor allem die Überlegenheit im vorderen Paarkreuz augenscheinlich. Der erstmals in der Dritten eingesetzte Iradj und Klaus beherrschten Lambrecht und Kirchner recht deutlich. Robert Wrobel, Mannschaftsführer Rolf-Dieter Summa und, erstmals mit Noppen in Rückhandseite spielend, Mathias Fiedler holten die übrigen Zähler zum letztlich verdienten 9:4-Sieg.

Veckerhagen führt die 1.Kreisklasse, Gruppe 3 mit 21:3 Zählern an, Carlsdorf, Gottsbüren und Ostheim/Zwergen liegen jedoch nach wie vor in Lauerstellung.


Jugend (Bezirksliga)
VfL – OSC Vellmar / 1:6

Auch die Jugend trat nicht komplett an. Terence Thias fehlte und konnte nicht ersetzt werden. Die verbliebenen drei wehrten sich tapfer und waren in den Einzeln nahezu ebenbürtig. Conny Gerke gewann deutlich gegen Jacob und unterlag Henkel nur denkbar knapp. Auch Sascha Rolle und Andreas Gerke hielten gegen Henkel bzw. Scheffer achtbar mit.


TT International Teil I
Patrick Henn bei den Eidgenossen in der Schweiz

Im vergangenen Sommer entschlossen sich gleich drei junge Sportkameraden zu einem großen Schritt: Sie gingen ins Ausland, zum Teil vorübergehend, zum Teil auf unbestimmte Zeit.

Patrick Henn (28) suchte sich eine Anstellung in der reichen Schweiz, der 19-jährige Jan Gerhold entschloss sich nach dem Abitur zu einem Freiwilligen Sozialen Jahr im armen Argentinien und der gerade 26 gewordene Martin Schweinberger legte ein Auslandssemester in der aufstrebenden Republik Irland ein. Während Martin so gut wie fertig ist und demnächst die 1.Mannschaft verstärken wird, ist Jans Aufenthalt bis zum Sommer befristet. Wo er dann sein Studium antreten wird und in welchem Umfang er dann wieder in den TT-Sport eingreift, ist noch ungewiss, ebenso wie die Dauer des „Alpen-Abenteuers“ von Patrick Henn. Die Drei fehlen uns natürlich gewaltig und wir halten jedem einzelnen ein Plätzchen in unserem Aufgebot frei.

Wir haben alle Auswanderer unabhängig voneinander nach ihrem Befinden und dem Stellenwert ihres Sports in der neuen Heimat befragt. Patrick macht den Anfang:

Das Bier schmeckt Patrick Henn auch in der Schweiz„Ich heiße Patrick Henn bin 28 Jahre und bin im Juni 2007 nach erfolgreicher Meisterschule aufgrund beruflicher Perspektive nach Thun (Schweiz) gezogen. Mein Beruf schimpft sich Berufsbildner Zierpflanzenbau. Es ist ein interessantes, aber anstrengendes und herausforderndes Aufgabengebiet.

Mein sportlicher Wechsel fiel mir ziemlich schwer, hatte ich doch als eines der (wenigen) Veckerhäger Eigengewächse in der letzten Spielzeit die wohl beste Saison bisher gespielt. Außerdem waren wir eine echte " Bomben- Truppe".

Ja und nun spiele ich in der Schweiz TT. Dieser Sport ist dort (noch) nicht so populär. Häufig kommen Reaktionen wie "was du spielst Ping-Pong, wie uncool!" Doch wenn man diesen Sport liebt, muss man da durch.

In der Schweiz gibt es ein Klassierungssystem das von D1 (schlecht) bis A20 (Spitzenklasse) reicht. Diese Klassierungen werden je nach erzielten Ergebnissen bei Turnieren oder Spielen jeweils angepasst. Man kann also bei Sieg gegen "bessere", oder Niederlage gegen "schlechtere" in der Klassierung steigen oder sinken.

Jeder lizenzierter Spieler erhält eine Art Tischtennischipkarte, die er zu jedem Spiel mitbringt. Gespielt wird mit 3 er Mannschaften. Jeder Spieler macht 3 Einzel. Zusätzlich wird ein Doppel gespielt. Es wird also immer ausgespielt. Trotz eines vermeintlich hohen Rückstandes gibt es einen Anreiz zu punkten, denn bei einem 3 : 7 in Gesamtergebnis hat man immerhin noch 1 Punkt mitgenommen. Da alle 6 Spieler immer parallel spielen werden leider keine Zähltafeln benutzt. Es zählt immer der Aufschläger. Die Ligenaufteilung ist enger und vor allem einheitlicher als in Deutschland. Nationalliga A-C und 1-5 Liga. Ich bin C7 klassiert und pendele derzeit in der 3. und 4. Thuner Mannschaft zwischen 2. und 2. Liga ( vergleichbar in D mit Kreisliga maximal Bezirksklasse) und stehe dort mit einer aktuellen Bilanz von 7 : 2.

Die Turniere sind teilweise so gut besetzt das meist von Anfang an mit K.O. System gespielt wird. Die Spielstärke des Schweizer Tischtennis ist aufgrund des hohen Anteils guter deutscher Spieler nicht zu unterschätzen. Das musste ich speziell bei Turnieren am eigenen Leib erfahren. In der 2. Runde war meist schon Endstation! Das soll sich aber bald ändern.“

           

VfL Veckerhagen- ã Uwe Lotze - ã Jörg Vater -  letzte Bearbeitung: 27.01.2007