Unser Blättchen, Reinhardshagen Ausgabe vom 24.10.2008


Rückzug der 1.Herren vom Spielbetrieb
Sieg und Niederlage für 2.Herren
3.Mannschaft feiert vier Siege in Folge

1. Herren: Bezirksoberliga

Der VfL Veckerhagen hat, für die allermeisten sicherlich sehr überraschend, am 19.10.2008, seine erste Herrenmannschaft aus der Tischtennis-Bezirksoberliga zurückgezogen.

Damit fand ein nahezu 20-jähriger Boom unserer Sportart in der Gemeinde Reinhardshagen ein jähes – und durchaus auch schmerzhaftes – Ende. Ausgehend von der Kreisliga, folgten diverse Aufstiege über Bezirksklasse, Bezirksliga und Bezirksoberliga um 1999 erstmals die Verbandsliga, die höchste nordhessische Spielklasse, zu erreichen. Damit nicht genug: In den Jahren 2000 und 2002 gelangen jeweils Meisterschaft und Aufstieg in die Hessenliga, aus der man jedoch zweimal nach einer Spielzeit wieder absteigen musste. In den Folgejahren schnupperte das (immer wieder neu formierte Sextett) um Uwe Lotze das eine oder andere Mal wieder am Aufstieg, scheiterte jedoch. Immerhin gelang es bis ins Frühjahr 2008, die Verbandsliga zu halten.

Für Nostalgiker hier die Namen ehemaliger VfL´er in diesen Jahren (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Malte Bartels, Alex Wiegmann, Michael Koch, Magnus Rockel, Wolfgang Reuber, Iradj Kaiabakht, Marco Stoll, André Schmidt-Hosse, Nicki Credner, Marcel Häfner, Boris Sittig, Thomas Reum. Zuletzt verließen Frank Fischer und Jan Gerhold den Verein um in der Ferne, in der Nähe, oder auch ganz ohne TT glücklich zu werden. Es ist unschwer zu erkennen: der Aderlass war einfach zu groß. Die Verbliebenen, namentlich Uwe Lotze, Michael Mascher, Carsten Jaensch, Martin Schweinberger, Martin Roggenthien, Uwe Wilhelmy und Jörg Vater waren zu Beginn der Serie durchaus guten Willens, sich in der starken Bezirksoberliga zu behaupten. Verschiedene berufliche und persönliche Entscheidungen bzw. Umstände verursachten jedoch nicht nur einen miserablen Saisonstart, sondern auch ein Gesamtgefühl, das Spieler und Verantwortliche jeden Spaß und auch den Mut verlieren ließen.

Man entschloss sich gemeinsam zu einem radikalen Schritt: Abmeldung vom laufenden Spielbetrieb nach nur fünf Saisonspielen. Dies ermöglicht den Spielern, die den Verein wechseln möchten, dies zur Rückserie zu tun und den Spielern, die zumindest eine Pause brauchen, eben diese zu erhalten.

Es drängt sich der oft strapazierte Satz „Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende“ auf.

Natürlich stellt sich in solchen Momenten auch die Frage nach den Schuldigen für diese Negativ-Entwicklung. Aber diese scheinen schnell gefunden: Zum einen das Leben mit seinen unzähligen unvorhergesehenen Wendungen und zum anderen eben diejenigen, die auch „schuld“ waren am jahrelangen Aufstieg des TT-Sports in Reinhardshagen. Die Ehrenamtlichen, die hunderte und tausende von Stunden im Dienste der guten Sache geleistet haben.

Eins bleibt festzuhalten: Der VfL Veckerhagen hatte über all die Jahre die besten Fans und Zuschauer weit und breit. Überall wurden wir um unsere Anhänger beneidet, ihrer Zahl und ihrer Sympathiewerte wegen. Tausend Dank für die vielen gemeinsamen schönen Stunden in unserer Sporthalle!

Darüber hinaus jedoch war die Verankerung in der Gemeinde zu gering. Kaum ein Spieler wohnt und lebt noch vor Ort, einige kommen sogar für Kreisliga und Kreisklasse 20-30 Kilometer durch Wald und Wiese angefahren. Gleiches gilt für den Kreis der Verantwortlichen, der „Funktionäre“: Keine Organisation lässt sich dauerhaft von „außen“ steuern, aus Kassel, Hofgeismar oder Hannoversch Münden. Die wenigen verbliebenen Reinhardshäger, die zur Mitarbeit bereit waren, sind beruflich so eingespannt, dass Lust und Zeit immer mehr gegen Null tendierten.

Gute Ansätze in der Jugendarbeit verpufften – spätestens dann wenn der Studienplatz in Hamburg, Freiburg und Passau winkte, oftmals aber auch schon wenn die Erkenntnis reifte, dass mit dem gewünschten Spaß auch eine Menge Mühe und Anstrengung verbunden sind. Die bekannte Schulsituation trug ebenfalls ihren Teil zum Ergebnis bei.
Irgendwann war das Ende der Fahnenstange erreicht, ein gehobenes Leistungsniveau ist unter diesen Umständen nicht mehr aufrecht zu erhalten.

Wie geht es nun weiter?

Wir werden versuchen, den Tischtennisport in unserer Gemeinde nicht sterben zu lassen, die beiden Teams auf Kreisebene fortzuführen und auch weiterhin Jugendliche in den Erwachsenenbereich zu integrieren. Mit ein wenig Glück könnte dann in der Saison 2009/2010 wieder der Sprung in die Bezirksklasse glücken. Und dann würde sich der Kreis nach 20 Jahren endgültig schließen.

Die HNA berichtet: HNA Artikel


2. Herren / Kreisliga

TV Westuffeln- VfL 9:5
VfL – Schöneberg 9:2


Zweimal an einem Wochenende war die Zweite im Einsatz, wobei das Freitagspiel in Westuffeln unter einem schlechten Stern stand, da Spitzenspieler Jörg Vater kurzfristig krankheitsbedingt passen musste. Für ihn erklärte sich Elke Fischer kurzfristig bereit, ein zu springen. Nach schlechten Leistungen in den einleitenden Doppeln (Rolf Summa und Klaus Vater verspielten sogar einen 8:2 Vorsprung im Entscheidungssatz) standen die VfL-er gegen die nunmehr Morgenluft witternden Gastgeber schon unter Zugzwang, obwohl auch Westuffeln auf einen Akteur des oberen Paarkreuzes verzichten musste..Die Einzel verliefen dann weitgehend ausgeglichen, doch Ivan Smolenicki unterlag beim Stande von 5:8 sehr knapp, so dass „Elli“ Fischer ihren möglichen Sieg nicht mehr ausspielen durfte.

Sonntags gegen Schlusslicht Schöneberg war die Veckerhagener Crew dann wieder komplett. Gegen die ohne Bernd Rothaus antretenden Gäste fiel der Sieg dann doch relativ leicht.

Punkte: J. Vater/Wrobel, Frey/Smolenicki, Frey (4), K. Vater (3), J. Vater (2), Summa, Wrobel und Smolenicki.


3. Herren (2. Kreisklasse)

VfL – Meimbressen II 9:4
Lamerden – VfL 3:9
TV Westuffeln II – VfL 2:9,
VfL – Rengershausen V 4:1 (Pokal, 1. Vorrunde)

Super erfolgreich war unsere dritte Garnitur in den letzten drei Wochen, kletterte mit nunmehr ausgeglichenem Punktekonto bis auf Rang 4 der Tabelle und erreichte die 2. Pokalvorrunde des Großkreises Kassel.

Großer Rückhalt war dabei der wieder einsatzbereite Marco Berger, der in seinen drei Spielen ungeschlagen blieb. Gegen Meimbressen hatte die gesamte Mannschaft auch ohne Marco den ersten Saisonerfolg errungen, der ein wenig wie eine Initialzündung darstellte. Neben den ebenfalls stark aufspielenden routinierteren Spieler war es auch Andreas Gerke, der langsam aber sicher seinen Spaß am Gewinnen findet und ebenfalls ungeschlagen blieb.

Punkte: Serie: 7 Doppel, Drubel (6), Berger (4), Fiedler (4), Hupka (2), Gerke (2) und Rolle, Pokal: Berger / Fiedler, Berger (2) und Fiedler

 

           

VfL Veckerhagen- ã Uwe Lotze - ã Jörg Vater -  letzte Bearbeitung: 30.10.2008