Hessenliga: TTV 79 Eschwege - Veckerhagen 9:7

Nach 4,5 Stunden Schicksalsspiel verloren - Abstieg ?

Punkte für Veckerhagen:

Vater/Schmidt-Hosse (1), Lotze (1), Wiegmann (1), Koch (1), Schmidt-Hosse (1), Vater Jörg (1), Rockel (1)

Aus der Traum vom Klassenerhalt in der höchsten hessischen Spielklasse? Es scheint fast so, denn realistisch betrachtet hat der VfL nach dem knappen 7:9 beim Hauptkonkurrenten TTV Eschwege eindeutig die schlechteren Karten. Die Rivalen haben nur noch einen Zähler weniger als Veckerhagen auf dem Konto, erwarten jedoch ein deutlich leichteres Restprogramm. Dem glänzenden 5. Rang nach der Hinserie folgte eine beispiellose Serie von Pleiten, Pech und Pannen, die in Eschwege ihre Fortsetzung fand.

Zwar trat das Team um Uwe Lotze in bestmöglicher Aufstellung an (der langzeitverletzte Nicki Credner wurde durch Jörg Vater ersetzt), doch bangte Michael Koch bis kurz vor Spielbeginn mit Nackenverspannungen um seinen Einsatz. Er gab schließlich grünes Licht, doch ihn dann, wie im Training noch besprochen, trotzdem zusammen mit Alexander Wiegmann im Doppel eins zu bringen, war ein folgenschwerer Fehler der gesamten Mannschaft, wie sich bald zeigte.

Die ersten beiden Doppel gingen vor stattlicher Kulisse, darunter fast die Hälfte VfL-Anhänger, an die Gastgeber. Lotze/Rockel unterlagen den bärenstarken Bugaj/Schütz, hätten jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit Doppel zwei der Eschweger besiegt, gegen die Wiegmann/Koch überhaupt nicht zurecht kamen. Gott sei Dank hielten Schmidt-Hosse/Vater den VfL mit einem hauchdünnen Sieg über Bartholomai/Menda im Spiel. Anschließend versuchte Uwe Lotze alles um den gegenüber der Vorserie nicht wiederzuerkennenden Tschechen Bugaj im Griff zu behalten, unterlag jedoch in fünf Sätzen, während Alexander keine Probleme mit Hoßbach hatte, ähnlich wie André Schmidt-Hosse mit dem Linkshänder Bartholomai. Magnus Rockel hatte in allen drei Sätzen gegen Jochen Schütz einen miserablen Start, kämpfte sich heran um am Ende doch zu verlieren. Nach dem hart erkämpften 5-Satz-Erfolg Jörg Vaters, der aus den letzten vier Tagen drei Spiele mit der zweiten Mannschaft in den Knochen hatte, über Huth schien sich das Blatt zugunsten unseres Teams zu wenden, doch Michael Koch hatte gegen den jungen Menda nach ungefährdeter 2:0-Führung einen Blackout und unterlag noch. Danach der erwartete Verlauf: Uwe bezwang Hoßbach, Ali unterlag Bugaj, André zog den kürzeren gegen den routinierten und nervenstarken Schütz, während Magnus Bartholomai in fünf Sätzen niederhielt.

Die tollen VfL-Fans und der extra angereiste Malte Bartels, den man so gut hätte gebrauchen können, bekamen schon vom Zusehen Schweißausbrüche, als Michael und Jörg in die entscheidende Runde gingen. Wie es sich gehört, gingen beide Spiele unter tosendem Applaus der beiden Fanlager in den Entscheidungssatz. Michael glich zum 7:7 aus, während der beherzt und gut spielende Jörg in seinem 55.Satz (!) binnen 96 Stunden am Ende das Pech auf seiner Seite hatte.

Der Verlust des abschließenden Doppels war kaum mehr als Formsache, siehe oben.Am Ende griffen Enttäuschung und das Wissen um viele Missgeschicke und noch mehr Pech in dieser Serie um sich.

Trotzdem sollte sich nunmehr der Blick nach vorne richten um eine spielstarke Truppe, in welcher Liga auch immer, aufzubauen.
Denn eins ist sicher, das Kapitel Hessenliga ist in Veckerhagen keineswegs abgeschlossen!


Die HNA berichtet in der Ausgabe vom 10.03.2003 / 7:9 VfL am Boden - Veckerhagen verliert

HOFGEISMAR. Unter dem Strich blieb nur Ernüchterung: nach einem an Dramatik kaum zu überbietenden 4 1/2 Stunden-Kampf standen Lotze & Co. im Abstiegsduell mit leeren Händen da. Eschwege - Veckerhagen 9:7. Am Ende ist man immer klüger: Das Doppel Wiegmann mit dem im Rückenbereich verletzten Koch wurde als Spitzendoppel nominiert, um den Gastgebern zu Beginn den Wind aus den Segeln zu nehmen. Doch sowohl Wiegmann /Koch, als auch die neu zusammen gestellte Formation Lotze/Rockel patzte in den ersten beiden Partien.

Nach dem hart umkämpften Sieg von Schmidt- Hosse/ Vater blieben die Veckerhagener ständig im Spiel, doch der Einspielerückstand aus den einleitenden Doppeln blieb bis zum Schlussakkord erhalten. Dort zeigten sich Wiegmann/ Koch dann chancenlos gegen das Eschweger Spitzendoppel mit dem Ass der Gastgeber, dem Tschechen Bugaj, der diesmal auch in den Einzeln über Wiegmann und Lotze triumphierte.

Auch in der "Mitte" stellte Schütz für die VfL-er Schmidt-Hosse und Rockel eine ebenso nicht zu überwindende Hürde dar, wie der junge Menda, der den schwachen Weigt ersetzte und Koch und Vater knapp bezwang.

Punkte: Schmidt-Hosse/Vater, Wiegmann,Lotze, Schmidt-Hosse, Rockel, Koch und Vater. (ZVZ)


Spiele im Überblick:

TTV Eschwege Veckerhagen Sätze Punkte
Bugaj/Schütz Lotze/Rockel 3:1 1:0
Hoßbach/Huth Wiegmann/Koch 3:1 1:0
Bartholomai/Menda Schmidt-Hosse/Vater 2:3 0:1
Bugaj Lotze 3:2 1:0
Hoßbach Wiegmann 0:3 0:1
Schütz Rockel 3:0 1:0
Bartholomai Schmidt-Hosse 1:3 0:1
Huth Vater Jörg 2:3 0:1
Menda Koch 3:3 1:0
Bugaj Wiegmann 3:1 1:0
Hoßbach Lotze 0:3 0:1
Schütz Schmidt-Hosse 3:0 1:0
Bartholomai Rockel 2:3 0:1
Huth Koch 2:3 0:1
Menda Vater Jörg 3:2 1:0
Bugaj/Schütz Wiegmann/Koch 3:0 1:0
       
    36:30 9:7

.... und ein paar Bilder vom Spiel

 
 
 
 

 

Dies war am 07.03.2003 die Vorschau in der HNA:

Veckerhagen muss in Eschwege punkten / Jörg Vater ersetzt Nicki Credner

Einen besonderen Sonntag gibt es für die Tischtennisspieler des Hessenligisten VfL Veckerhagen. Beim Tabellenvorletzten Eschwege gilt es als Drittletzter zu punkten, um den noch existierenden Drei-Punkte-Vorsprung auf einen Abstiegsplatz aufrecht zu halten.

Hessenliga: Eschwege-Veckerhagen. Im Werra-Weser-Duell wird es kaum idyllisch zugehen, geht es schließlich hier um eine Vorentscheidung in Sachen Abstieg aus Hessens Eliteklasse. Noch betragt der Vorsprung der Veckerhagener gegenüber Bugaj, Schutz & Co drei Pluspunkte, doch Eschwege hat noch zwei Partien mehr zu absolvieren als der VfL, dem es wiederum schwer fallen durfte, in seinen ausstehenden beiden Spielen in Weiterode und gegen Heiligenrode entscheidend zu punkten. Umso wichtiger wäre zumindest ein Unentschieden bei den Dietemännern. Dies soll nach der Genesung von Mannschaftsführer Uwe Lotze in kompletter Formation angegangen werden, wobei Jörg Vater den noch nicht wieder schmerzfrei aufspielenden Nicki Credner an Position sechs mehr als ersetzen dürfte.
Halten die Nerven der VfL-Spieler vor der voraussichtlich vielköpfigen Eschweger Zuschauerkulisse, und lässt man sich zu Beginn nicht gleich den Wind aus den Segeln nehmen, liegt der ganze Druck bei den Gastgebern.(ZVZ)


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Redaktion und Berichterstattung - VfL Veckerhagen- © Uwe Lotze - © Jörg Vater -  letzte Bearbeitung: 12.03.2003