2. Herren Bezirksoberliga Rückrunde 2003/2004 Berichte

Berichte Vorrunde


Adorf - Veckerhagen 9:5
Vollmarshausen - Veckerhagen 8:8

Auch ohne Mannschaftsführer Marcel Häfner (in der Ersten festgespielt) hieß es, das Herz in beide Hände zu nehmen und zu versuchen in den schweren Spielen beim VfL Adorf und dem FSK Vollmarshausen wenigstens einen Punkt zu holen, was den sicheren Klassenerhalt bedeuten würde.

In Adorf war man bereits auf dem besten Wege: In einer heiß umkämpften Partie, in der 10 von 14 Spielen im Entscheidungssatz endeten, bestanden bei einem 5:5-Zwischenstand berechtigte Hoffnungen auf ein Remis, doch aller Kampf nutzte nichts, die Gastgeber behielten mit 9:5 die Nase vorn. Die Unterstützung von Marcel und Papa Richard, dem größten Fan der 2.Mannschaft, nutzte nichts.

Anderer Spielverlauf am nächsten Tag beim FSK Vollmarshausen. Die Gastgeber, die vor allem von Position 1-3 sehr stark besetzt sind führten mit 7:4, ehe der unermüdliche Kampfgeist der Veckerhäger doch noch belohnt wurde.
Stellvertretend dafür sei Uwe Wilhelmy genannt. Der Topspieler der 3.Mannschaft, kommende Saison fester Bestandteil der Zweiten, fightete trotz eines Bänderrisses im Sprunggelenk (!) bis zur Erschöpfung und blieb in allen Einzeln dieses Wochenendes ohne Niederlage. Ohne ihn wäre die Klasse nicht zu halten gewesen, auch wegen seiner Leistungen in den vorangegangenen Wochen.

Aber auch seine sechs Kameraden beweisen Moral und verdienten sich den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga, mit dem zu Beginn des Jahres nicht unbedingt zu rechnen war.

Die Punkte des Wochenendes: Wilhelmy (3), Vater, Frey (je 2), Roggenthien, Reum, Kaiabakht (je 1), Doppel Vater/Reum (2) und Frey/Wilhelmy.


Veckerhagen - TSG Eschenstruth 9:7

Hauptsache gewonnen! Nur so kann das Urteil nach dem hart erkämpften 9:7-Pflichtsieg über das Tabellenschlusslicht Eschenstruth lauten. Man merkte allen Spielern den Druck des Gewinnen-Müssens an, denn eine Niederlage hätte die Chancen auf den angestrebten Klassenerhalt in der Bezirksoberliga erheblich verringert.

Die Gäste verfügen mit Kerst und Henkel über zwei sehr starke Spitzenspieler, so dass die Schlappen von Jörg Vater und Martin Roggenthien nicht unerwartet kamen, ganz im Gegensatz zu den Niederlagen von Marcel Häfner gegen Krug und Thomas Reum gegen Ahmed, die niemand auf der Rechnung hatte. Letztendlich sicherten Kolja Frey und Iradj Kaiabakht an den Positionen fünf und sechs den Erfolg mit vier Einzelsiegen, wobei sie vor allem gegen Zinke gute Leistungen boten. Die beiden lieferten die Vorlage zum mittlerweile obligatorischen Sieg von Thomas und Jörg im abschließenden Doppel, in dem sie Kerst/Zinke keine Chance ließen.

Der Abstiegskampf hat sich derweilen dramatisch zugespitzt. Neben den bereits abgestiegenen Eschenstruthern wollen Anzefahr, Mardorf, Ederbergland 2 und Veckerhagen ein Abrutschen in die Bezirksliga unbedingt vermeiden, wobei der TTC Anzefahr derzeit die schlechtesten Karten in diesem Spiel besitzt und es nicht mehr aus eigener Kraft schaffen kann.

Punkte für Veckerhagen: Vater/Reum (2), Häfner/Frey (1), Kaiabakht (2), Frey (2), Reum (1), Häfner (1)


Veckerhagen - TTV Korbach 9:2

Die deutliche 2:9-Niederlage beim TTC Calden-Westuffeln unter der Woche kann man getrost schnell abhaken. Dieser Gegner ist einfach spielstärker und liegt unserer Mannschaft überhaupt nicht, so dass das Spiel ähnlich schnell vorüber wie das Hinspiel im Oktober.
Marcel Häfner und Kolja Frey bestätigten mit ihren Erfolgen über Tegas und Drescher ihre gute Verfassung und Jörg Vater brachte den in der Saison 2003/2004 immer noch ungeschlagenen Stefan Englich in fünf hart umkämpften Sätzen ganz schön ins Schwitzen, der Rest war diesmal Schweigen.

Drei Tage später trat man dem Tabellenvierten Korbach ganz anders gegenüber. Bereits in der Hinserie war ein Punktgewinn in der Waldecker Kreisstadt gelungen, doch der Respekt vor dem Gegner war angesichts herausragender Resultate, wie die Punkteteilung gegen Tabellenführer Gönnern, groß.

Das Selbstvertrauen wuchs, als die Gäste mit zwei Ersatzspielern anreisten, stabilisierte sich, als erneut alle drei Doppel an den VfL gingen (herausragend der Sieg von Roggenthien/Kaiabakht über Debus/Osterhold) und wandelte sich endgültig in Siegesgewissheit, als Jörg Vater Osterhold nach Abwehr einiger Matchbälle noch niederrang. Gleiches gelang Iradj Kaiabakht gegen den Nachwuchsspieler Westmeier und auch Thomas Reum hatte gegen Rein schwer zu kämpfen, während Marcel und Kolja ihre Kontrahenten Wichmann bzw. Stein klar im Griff hatten.
Nur der Korbacher Spitzenspieler Peter Debus behielt gegen Jörg Vater und Martin Roggenthien die Oberhand, doch Martin spielte toll auf und sammelte gegen Osterhold den entscheidenden neunten Punkt auf. Der erste Sieg am vorderen Paarkreuz für den 23-jährigen!

Veckerhagen belegt in der Bezirksoberliga damit weiterhin mit nunmehr 13:25 Zählern einen Nichtabstiegsplatz und wird bis zum Saisonende mit den Konkurrenten aus Anzefahr, Ederbergland, Vollmarshausen und vielleicht auch Mardorf um den Klassenerhalt kämpfen.
Die Mannschaft hat sich in jedem Falle mit den Klasseleistungen der letzten Wochen eine Menge Respekt erarbeitet.

Punkte: Vater/Reum, Kaiabakht/Roggenthien, Häfner/Frey, Reum, Vater, Häfner, Roggenthien, Frey, Kaiabakht


Calden-Westuffeln - Veckerhagen 9:2

Einen in dieser Höhe doch ein wenig überraschenden Erfolg feierte der Tabellendritte über die zuletzt erfolgreichen Veckerhagener. Der Ersatzmann des beruflich verhinderten Jens Engelbrecht, Gründer, der ansonsten derzeit in der 1. Kreisklasse eingesetzt wird, spielte groß auf. Er gewann das Doppel mit Markus Drescher über Häfner/Frey und distanzierte im Einzel Iradj Kaijbakht in vier Sätzen. Bereits durch den Verlust aller drei einleitenden Doppel geriet Veckerhagen entscheidend ins Hintertreffen. Der wie entfesselt aufspielende Sascha Podjaski (Calden) fügte Thomas Reum die erste Rückrundenniederlage bei.

Punkte: Calden: Englich/Tegas, Reichl/Podjaski, Drescher/Gründer, Englich (2), Reichl (2), Podjaski und Gründer
Veckerhagen II: Häfner und Frey.


Veckerhagen - TTC Hofgeismar 9:7

Ederbergland - Veckerhagen 6:9

Das Bezirksoberligateam wollte nicht zurückstehen und verzeichnete ebenfalls zwei - recht überraschende - Siege.
Was sich bereits in Richtsberg andeutete, wurde überdeutlich: Es steht eine andere Mannschaft als zu Beginn der Rückserie an den Tischen. Man ist selbstbewusst, kämpft bis zum letzten Ball und gewinnt plötzlich seine Doppel, an sich eine große VfL-Schwäche.

Im Kreisderby gegen Hofgeismar überragten das mittlere Paarkreuz mit Marcel Häfner und Thomas Reum mit vier Einzelsiegen und das Doppel Jörg Vater/Thomas Reum.

Die beiden demonstrierten im abschließenden Spiel gegen das große Hofgeismarer Talent Tobias Knittel und den Neuzugang vom ESV Jahn Kassel, Matthias Hose, dass eine eingespielte Paarung sehr wohl gegen wesentlich bessere Einzelspieler bestehen kann. Thomas´ messerscharfe Abwehrbälle und Jörgs unbändiger Kampfgeist sind derzeit nur schwer zu knacken.

Was sich gegen Hofgeismar bereits andeutete, verhalf der Mannschaft am Sonntag beim TTC Ederbergland zum zweiten Erfolg dieses Wochenendes: Kolja Frey spielte groß auf und gewann nach seinem Doppel mit dem für Marcel Häfner eingesprungenen Uwe Wilhelmy auch beide Einzel, wobei der 24-jährige zeitweise unglaubliche Abwehraktionen demonstrierte. Die Selbstzweifel der vergangenen Wochen scheinen endlich abgehakt.

Weitere Faktoren für diese glanzvolle Revanche der blamablen 1:9-Niederlage aus der Vorserie: Thomas biss auch in seinem dritten Spiel in drei Tagen auf die Zähne, die Doppel, vor allem Roggenthien/Kaiabakht gegen das Topdoppel der Gastgeber, spielten groß auf und Uwe Wilhelmy bestätigte seine gute Form auch in der Bezirksoberliga.

Die Punkte insgesamt: Reum (4), Frey (3), Häfner (2), Vater, Kaiabakht, Wilhelmy (je 1) sowie die Doppel Vater/Reum (3), Häfner/Frey, Roggenthien/Kaiabakht und Frey/Wilhelmy.

Mit diesen vier Punkten im Gepäck meldete sich Veckerhagen zurück und riss damit einige andere Mannschaften zurück in den Abstiegsstrudel. Die Entscheidung wird wohl erst Ende April fallen.


TTV Marburg-Richtsberg II - Veckerhagen 9:6

Nach einer bisher deprimierend verlaufenen Rückserie lieferte die 2.Mannschaft beim Tabellenzweiten Richtsberg die mit Abstand beste Leistung des Jahres 2004 ab.

Die Marburger, die sich noch mit dem TTV Gönnern um Meisterschaft und Aufstieg zanken, staunten nicht schlecht und mussten über vier Stunden lang alles geben um nach neun (!) 5-Satz-Spielen am Ende doch zu gewinnen.

Der Aufschwung trug in erster Linie den Namen Thomas Reum. Der 35-jährige kehrte nach Krankheit und beruflichen Verpflichtungen ins Team zurück und bezwang nicht nur die starken Schulze und Herbener, sondern brachte auch wieder Selbstvertrauen und Gewinnergeist ins Team.

Erstaunlich der Sieg von Jörg Vater über Stefan Schwick, langjähriger Oberligaakteur und einer der stärksten Spieler der Liga, erfreulich die guten Vorstellungen von Martin Roggenthien, Marcel Häfner und Iradj Kaiabakht.
Martin und Marcel hatten in ihren zweiten Einzeln ihre Gegner bereits auf der Schippe um am Ende doch noch denkbar knapp zu unterliegen. Hätten sie durchgehalten, wäre sogar ein doppelter Punktgewinn möglich gewesen, was einer Sensation gleich gekommen wäre.

Die Devise bis zum Saisonende kann nur lauten, in jeder Partie die optimale Leistung abzurufen, unabhängig davon, ob noch eine Chance zum Klassenerhalt besteht.

Es punkteten: Reum (2), Vater, Häfner, Kaiabakht und das Doppel Vater/Reum


Veckerhagen - TTV Gönnern II 1:9  

Spitzenreiter TTV Gönnern war erwartungsgemäß ohne den zum Bundesligakader gehörenden Nico Stehle und auch ohne Timo Boll-Coach Helmut Hampl an die Weser gereist, doch auch in ihrer Standardformation waren die Gäste zwei Klassen zu gut für die in akuter Abstiegsgefahr schwebenden Veckerhäger.
Nachwuchsspieler Jan Gerhold ersetzte den erneut verhinderten Thomas Reum und machte dies für den Anfang auch recht gut. Der Ehrenpunkt gelang Kolja Frey mit konzentriertem Abwehrspiel gegen Rein. Ebenfalls teuer verkaufte sich das vordere Paarkreuz mit Jörg Vater und Martin Roggenthien gegen Hollitzer und Jost, die in früheren Jahren bereits Bundesligaluft geschnuppert haben. Vor allem Jörgs Niederlage gegen Jost mit 9:11 im fünften Satz war recht unglücklich.
Marcel Häfner unterlag ebenfalls in fünf Sätzen gegen Franz, so dass die Gäste und Meisterschaftsfavoriten zumindest ein wenig ins Schwitzen gerieten, bevor sie die lange Heimreise antraten.


Veckerhagen - Mardorf 4:9 

Lange Gesichter an der Weser: Statt des erhofften Befreiungsschlages im Spiel gegen den punktgleichen Tabellennachbarn Mardorf setzte es eine, zumindest auf den ersten Blick, deftige 4:9-Niederlage. Thomas Reum fiel krankheitsbedingt aus, so dass auch das Erfolgsdoppel Reum/Vater gesprengt wurde, eine herbe Schwächung für den VfL.

Nach den Niederlagen von Vater/Roggenthien (denkbar knapp im 5.Satz) und Häfner/Reuber steigerte sich das Heimteam. Das dritte Doppel Kaiabakht/Frey und Marcel Häfner drehten ihre Partien jeweils nach 0:2-Rückstand noch um, die neue Nr.1, Jörg Vater, hatte wenig Probleme mit dem Linkshänder Keding, so dass Veckerhagen plötzlich führte. Und in diesem Moment hätte man auch die Weichen in Richtung Sieg stellen können, denn Martin Roggenthien hatte den Spitzenspieler der Gäste, Schick, am Rande einer Niederlage, Iradj Kaiabakht gab einen sicheren Sieg über Dörr aus den Händen und auch Wolfgang Reuber unterlag Apelt erst im fünften Satz.
Nun war die Moral gebrochen, die restlichen Einzel gingen mehr oder weniger deutlich an die sympathischen Gäste aus dem Marburger Land. Nur Marcel Häfner zeigte, dass er im vergangenen halben Jahr eine Menge dazugelernt hat und bezwang Apelt problemlos.

Trotz allem rangiert der VfL noch auf einem Nichtabstiegsplatz. Die nächste Bewährungsprobe wartet am Samstag den 24.01.2004 beim TTC Anzefahr, der einen Platz hinter Veckerhagen rangiert. Die Gastgeber werden jedoch alle Register ziehen um den drohenden Abstieg zu vermeiden und es scheint, dass unser Team auch diesmal nicht in Bestbesetzung wird antreten können.


TTC Anzefahr - Veckerhagen 9:3

Während die erste Mannschaft erst am 31.01.2003 in Marburg-Ockershausen ins Geschehen eingreift, war das Bezirksoberligateam bereits am vergangenen Wochenende in der Region zu Gast.

Leider stand am Ende erneut eine deutliche Niederlage, so dass die beiden Partien gegen die Mitkonkurrenten Mardorf und Anzefahr nicht den erhofften Befreiungsschlag, sondern Frust und erhöhte Abstiegsgefahr brachten.

Diesmal mussten mit Martin Roggenthien und Thomas Reum gleich zwei absolute Leistungsträger ersetzt werden. Dennoch startete man mit 2:1 Doppeln ungewohnt gut. Jörg Vater/Marcel Häfner siegten deutlich, Iradj Kaiabakht/Kolja Frey nach tollem Kampf im fünften Satz.

Es war kein Zufall, dass es ausgerechnet dem weiterhin in toller Form spielenden Ersatzspieler Uwe Wilhelmy vorbehalten war, den einzigen Einzelpunkt für den VfL zu erzielen. Seinen Mannschaftskameraden war die Verunsicherung und der Druck, gewinnen zu müssen, deutlich anzumerken. Der Gegner war, von Spitzenspieler Kaczmarek mal abgesehen, keineswegs übermächtig und vom bisherigen Saisonverlauf auch nicht gerade verwöhnt gewesen.

Noch rangiert Veckerhagen auf dem voraussichtlich zum Klassenverbleib berechtigenden Rang 10 der Bezirksoberliga, doch die kommenden Partien gegen die Topteams aus Gönnern und Richtsberg werden kaum zur Steigerung des Selbstvertrauens beitragen können




 

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Redaktion und Berichterstattung - VfL Veckerhagen- Uwe Lotze - Jrg Vater -  letzte Bearbeitung: 25.04.2004